Wochenende voller Aufregungen
Geschrieben von Hergen Schelling (Nordwest Zeitung)   
Freitag, 19. Februar 2010

Prinzenpaar schwärmt vom Umzug: „Das geht unter die Haut"
Prinz Jörg I. verbrachte den Abend vor dem Faschings-Höhepunkt in der Notaufnahme. Bei einem Unfall ist ihm aber nichts passiert .

BildDas hätte ja gerade noch gefehlt beim Fasching um den Ring: ein Umzug ohne Prinz! „Fast wäre das passiert" – am Montag rückte Prinz Jörg I. (Neitzel) beim traditionellen Rosenmontags-Besuch der GGV-Delegation in der NWZ-Redaktion mit der Nachricht heraus: Er war ausgerechnet am Freitagabend vor dem Umzug noch in einen Auffahrunfall verwickelt worden: Auf dem Heimweg krachte ihm beim Abbiegen von der Bundesstraße 213 nach Strudthafe ein anderes Auto ins Heck.

Zum Glück ging’s glimpflich aus: Prinz Jörg I. verbrachte zwar drei Stunden in der Delmenhorster Notaufnahme, blieb aber ebenso unverletzt wie die Unfallfahrerin, der es „echt unangenehm" gewesen sei, auf diese Art mit Ganderkesees Faschings-Tollität zusammenzustoßen. Beide Fahrzeuge waren Schrott, „aber am Wochenende brauchte ich ja sowieso kein Auto", meinte der Prinz schmunzelnd.

Er hätte auf den Zwischenfall indes gut verzichten können, denn aufregende Ereignisse gab’s zur Genüge am Wochenende. „Unvergesslich" sei der Umzug gewesen, schwärmten Jörg I. und Prinzessin Nina I. (Rüttgardt). „Alle jubeln einem zu, das geht unter die Haut."

Und nicht nur beim Umzug stand das Prinzenpaar im Blickpunkt – auch ihre aufwendig geschmückten Häuser waren Ziel zahlreicher Faschings-Touristen. „Ich hätte einen Euro nehmen sollen von jedem, der vorbeifuhr", lachte Prinzessin Nina. Am Welsetal, wo sie zuhause ist, fahren normalerweise fast nur Anlieger entlang – am Sonntag jedoch herrschte reger Sightseeing-Verkehr in der in Lila und Weiß dekorierten Faschings-Allee.

Die Prinzessin sah’s eher positiv: So findet die liebevolle Arbeit der Nachbarschaft noch mehr Würdigung. Überhaupt die Nachbarn: „Hochachtung vor dem, was die geleistet haben", zollte Jörg I. Respekt. Und nicht nur beim Schmücken: „Ab halb sieben standen die am Sonnabend bei mir in der Küche und haben im Akkord Brötchen geschmiert."

Die Dekoration an Haus und Hof des Prinzen dürfte allerdings nicht ganz so viele Sehleute angezogen haben wie bei der Prinzessin – dafür wohnt Jörg Neitzel einfach zu weit draußen. „Selbst die Bürgermeisterin sagte, sie wüsste gar nicht, dass hier noch ein Haus kommt", berichtet er. Aber so kam Alice Gerken-Klaas wenigstens mal nach Strudthafe und kennt ihre Gemeinde nun noch ein bisschen besser. Wozu der Fasching doch gut ist . . .