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Thematischer Ideenreichtum reicht von ,,Abwrackprämie" bis ,,Venedig" Spektakuläre Kostüme und liebevoll gestaltete Festwagen haben einmal mehr verdeutlicht: Der Ganderkeseer Fasching um den Ring braucht sich hinter den Stadtteilzügen des Kölner Karnevals keineswegs zu verstecken.
Mehr Besucher als bei einem Werder-Heimspiel im Weserstadion und spektakulärere Kostüme als bei ,,Holiday on Ice": Der Fasching um den Ring in Ganderkesee hat sich am gestrigen Sonnabend einmal mehr als Feuerwerk närrischer Kreativität präsentiert. Unter dem Motto ,,Wer es mit den Narren hält, findet Glück in dieser Welt" waren Anleihen an den Karneval in Venedig ebenso zu beobachten wie zahlreiche Ausflüge in die Tierwelt. Frösche und Pinguine zogen ebenso um den Ring wie Fische oder Kühe. Auch rosa gewandete Geistliche und Wikinger sorgten für spektakuläre Farbtupfer, und selbst die ,,Panzerknacker" erhielten für die Zeit des Faschingsumzugs Freigang.
,,Die Abwracker" nahmen mit ihrem Wagen die Verschrottungsprämie der Bundesregierung auf die Schippe und hatten dazu ein zum Cabrio rasiertes Alt-Fahrzeug an den Haken eines Krans gehängt. Darüber hinaus konnten die Besucher etwa lernen, dass Schlümpfe aus Überraschungseiern schlüpfen. ,,Der Fasching in Ganderkesee muss sich hinter den Stadtteilumzügen des Kölner Karnevals auf gar keinen Fall verstecken", lautet das Lob aus berufenem Mund. Zwei Faschingsbesucher aus dem Rheinland attestierten dem Fasching um den Ring gestern eine größere Abwechslung, als sie häufig in den Stadtteilen der rheinischen Karnevalshochburg zu finden sei. Darüber hinaus sei der Umzug sehr gut organisiert gewesen.
Zwar würden in Köln deutlich mehr Bonbons geworfen, dafür seien viele Wagen dort nicht annähernd so liebevoll gestaltet. Besonders gefallen haben den beiden Rheinländern der Venedig-Wagen des Ortsvereins Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege, der mit einem Buddha und Elefanten verzierte Indien-Wagen des Ganderkeseer Tennisvereins, der ,,Pfauenpower"-Wagen der Adelheider, aber auch die Frösche vom Schützenverein Urneburg, die Einradfahrer vom Unicycle Team Harpstedt oder die mit goldenen Flügeln ausgestatteten Racheengel.
Die Umzugsteilnehmer zeigten sich erfreut darüber, dass sich die Besucher sehr gut auf die gesamte Zugstrecke verteilt hätten. ,,Die zweite Bühne am Steinacker hat sich etabliert", hat etwa Holger Kreye von der Faschingsgemeinschaft Bürstel-Immer beobachtet. Hier stehen jetzt viel mehr Leute, als noch vor ein paar Jahren." |