| Tollitäten aus allen Generationen |
| Geschrieben von Hergen Schelling) Nordwest Zeitung | |
| Mittwoch, 19. Januar 2011 | |
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Fasching Treffen der Ex-Kinderprinzenpaare aus sechs Jahrzehnten Alt und Jung: In den 50er Jahren regierten (sitzend von links) Hilde Kirchhoff, Helga Kühn, Helmut Schlüter, Ursula Kreye und Rainer Großkopf den närrischen Nachwuchs, 2010 waren es (stehend) Jule Petershagen und Tom Adler. Bild vergrößern Anlässlich des 60. Faschings-Geburtstages hatte die GGV alle Ex-Kinderprinzenpaare eingeladen. „Eine gute Idee“ fanden die Beteiligten. Helga Kühn, die damals noch Schütte hieß, und Helmut Schlüter waren die ersten, Jule Petershagen und Tom Adler bislang die letzten. Zwischen beiden Paaren liegen nicht nur gute 60 Jahre Altersunterschied, sondern auch 60 Jahre Fasching – und zwischen ihnen stehen mehr als 100 weitere Frauen, Männer und Jugendliche, die in Ganderkesee einmal Kinderprinz oder -prinzessin waren. Den Jüngsten fehlt das „Ex“ Sie alle hatte das Kinderfaschingsteam der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine eingeladen: Anlässlich des 60. Faschings-Geburtstages sollte erstmals ein Treffen aller Ex-Kinderprinzenpaare stattfinden. Nur die aktuellen Tollitäten Mariele Tober und Joscha Goette blieben außen vor – ihnen fehlt noch das „Ex“ vor dem Paar. „Eine gute Idee“, lobte nicht nur Katja Engelmann, die 1983 gemeinsam mit Olaf Stolle auf dem Kinderprinzenwagen fuhr. Sie war eigens aus Hamburg angereist und hat nach eigenen Angaben heute „keine besondere Beziehung mehr zum Fasching.“ Zum Umzug 2010 war sie aber da – und zum Kinderprinzen-Treffen ist sie auch „sehr gerne“ gekommen Infiziert vom Narrenvirus Andere Kinderprinzessinnen blieben ihr Leben lang vom Narrenvirus infiziert. So wie Helga Kühn, deren Mann Rolf über eineinhalb Jahrzehnte GGV-Präsident war. Oder Ursula Kreye: Sie war 1955 die dritte Kinderprinzessin und 1968 die erste, die dann auch noch einmal die Krone bei den Erwachsenen trug. Sie hieß damals noch Nehlsen, ihr Prinz war Walter Kreye – und der wurde nicht mal ein halbes Jahr später auch ihr Mann. „Das war vielleicht ein verrücktes Jahr“, lacht Ursula Kreye. Zudem wurde im November 1968 noch Sohn Jörg geboren, der wiederum 1982 als Kinderprinz amtierte. Und Tochter Gaby aus erster Ehe regierte 1978 ebenfalls den Faschings-Nachwuchs – die reinste Tollitäten-Familie. Gut die Hälfte der bislang 108 Ex-Kinderprinzen und -prinzessinnen konnte Kinderfasching-Chef Alexander Meyer am Sonnabend beim Jubiläums-Treffen im Bookhorner Vereinsheim des Spielmannszuges Ganderkesee begrüßen, einige kamen später noch zum Essen. Nach einer kurzen Gesangseinlage des Kinderfasching-Teams und einer Büttenrede von Melanie Tönjes-Pleus blieb viel Zeit für Gespräche und den Blick in alte Faschings-Fotoalben. Auch Videos vom Narrentreiben vergangener Jahre wurden gezeigt. Wiederholung gewünscht „Und dann wollen wir mal gucken“, kündigte Alexander Meyer an, „was der Abend noch so bringt.“ Dass er eine Wiederholung bringt, ist jedenfalls nicht ausgeschlossen. Sicher nicht gleich im nächsten Jahr, aber „das sollte man beibehalten“, fand nicht nur Katja Engelmann, die dafür auch wieder aus Hamburg in die alte Faschings-Heimat kommen würde. |