Sporthalle wird zu Narrentempel
Geschrieben von Hergen Schelling) Nordwest Zeitung   
Dienstag, 15. Februar 2011
Fasching Aufbauarbeiten laufen – Büttenabende seit 40 Jahren am Steinacker
Das Büko und zahlreiche Helfer legten am Wochenende Hand an. Auch die Prinzenpaare schauten vorbei.

BildDer Fasching wird 60 – und auch das Bühnenaufbaukommando (Büko) kann einen runden Geburtstag feiern: Seit nunmehr 40 Jahren legen die Aufbauhelfer der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) am Steinacker Hand an, um Jahr für Jahr binnen einer Woche eine nüchterne Sporthalle in einen glitzernden Narrentempel zu verwandeln.

Am Freitagmittag, gleich nach Schulschluss, gingen die Arbeiten los. Und Büko-Chef Klaus-Dieter Stubbemann weiß jetzt schon: „Fertig sein werden wir erst wieder am nächsten Freitag, kurz vor 18 Uhr.“ Dann wird’s aber auch Zeit, denn zwei Stunden später erklingt die Fanfare, mit der traditionell die Ganderkeseer Büttenabende eröffnet werden. Bis dahin liegt noch eine Menge Arbeit vor dem Büko, doch Stubbemann bleibt gelassen: „Wir kriegen das hin!“ Eben: seit 40 Jahren.

Besondere Herausforderungen gibt es im Geburtstags-Jahr nicht: Bühne, Empore, Thekenbereich – alles wie gewohnt. Neu ist allein der rote Vorhang an der Hallen–Rückseite: Der alte gelb-rot gestreifte Stoff entsprach nicht mehr den Brandschutzbestimmungen. Große Veränderungen stehen dem Büko erst im nächsten Jahr bevor: „Dann bauen wir ein ganz neues Bühnenbild“, verrät Stubbemann jetzt schon.

Neben den gut 20 Büko-Mitgliedern packten am Wochenende auch wieder zahlreiche Helfer aus den Garden und anderen GGV-Gruppen mit an. Und am Sonnabend schauten auch die Prinzenpaare vorbei: Merle I. (Claußen) und Thorsten I. (Reusch) sowie die Kinderprinzen Mariele I. (Tober) und Joscha I. (Goette) versorgten die Aufbau-Truppe mit Süßigkeiten und Getränken. „Die Spannung steigt“, gab Prinz Thorsten zu.

Das gilt auch für die Büttenabend-Regie. „Wir brennen darauf, dass es losgeht“, sagt deren Chef Dirk Wieting. Bei der Generalprobe am Mittwochabend müssen sich alle Gruppen und Redner noch einmal beweisen. Dass dabei nur Gutes zu sehen und zu hören ist, davon ist Regie-Mitglied Claudia Thomann überzeugt: „Das wird ein abwechslungsreiches Programm.“ Ein langes auch: Auf mindestens viereinhalb Stunden werden sich die 18 Darbietungen am Premierenabend summieren. „Aber“, so verspricht Dirk Wieting, „keine Minute wird langweilig“.