Platz an der Wand wird knapp
Geschrieben von Markus Minten (Nordwest Zeitung)   
Freitag, 12. November 2010
Fasching Regentschaft von Jörg I. und Nina I. beendet – Manch Träne fließt
Um 7 Uhr hatten Prinzessin und Ehrendamen ihren ersten Termin: Die Frisuren mussten gemacht werden.

Der Tag, an dessen Ende Prinz Torsten I. (Reusch) und Prinzessin Merle I. (Claußen) zu den neuen Tollitäten gekürt wurden, gehörte noch einmal dem alten Prinzenpaar: Einige Termine hatten Jörg I. (Neitzel) und Nina I. (Rüttgardt) an ihrem letzten Tag in Amt und Würden noch zu absolvieren.

Einer davon war selbstredend der Start in die Faschingssession um 11.11 Uhr im Oldenburger Hof. Vor Prinzenpaar und drei Ehrendamen (Julia Einemann musste wegen einer Vorabi-Klausur passen) sowie Mitgliedern von GGV-Präsidium und Ältestenrat eröffnete Präsident Uwe Meyer mit „Ganderkesee – hinein und he geiht“ die 60. Faschingssession.

Nach den Worten des Präsidenten, der sich angesichts des Rückzugs von Zeremonienmeister und Umzugsleiter Klaus Meyer sowie dessen Stellvertreter im Umzugteam, Fritz-Werner Bergmann, wünschte, dass es „nicht so turbulent weitergeht“, stand die Komplettierung der Ahnengalerie auf dem Programm. Jörg und Nina fügten ihr Prinzenbild der Wand im Oldenburger Hof hinzu. Dabei wird der Platz an der Wand langsam knapp: „Wenn wir die Bilder alle ein bisschen weiter zusammenhängen, bekommen wir in jede Reihe noch ein Bild mehr“, hat Meyer aber schon einen Plan. Ebenfalls Tradition hat das anschließende Setzen eines Baumes in der Prinzenallee auf dem Festplatz.

Zuvor hatten Prinzessin und die drei verbliebenen Ehrendamen aber einen stressigen Morgen: die Frisuren mussten gerichtet werden. „Seit 7 Uhr war der Friseur bei uns“, berichtete Ehrendame Carina Meyer. Gemeinsam mit Julia sowie Sandra Loorz und Svenja Kallage hatte sie dem Prinzenpaar die Session über zur Seite gestanden.

Auch wenn die Laune am 11.11. gut war, die ein oder andere Träne werde sie wohl doch vergießen, gestand Carina. „Der Aschermittwoch war schon schlimm. Irgendwann hatte man sich daran gewöhnt. Und dann wird einem plötzlich klar, dass es nur noch diesen einen Tag gibt.“

Der endete allerdings auch für das scheidende Prinzenpaar samt Gefolge mit einer großen Party am Abend in Immer. Und wenn Torsten und Merle im Februar bei den Büttenabenden einmarschieren, werden alle wieder mitfeiern.