Närrisches für Jung und Alt
Geschrieben von Daniel Gehrmann (Weser Kurier)   
Donnerstag, 24. Januar 2008

Faschingsstrauß bot Musik, Tanz und Büttenreden
Halle am Steinacker gut gefüllt

Zum bunten Faschingsstrauß war gestern die Halle am Steinacker gut gefüllt. Gleich mehrere Formationen marschierten im Gleichschritt auf die Bühne, um das närrische Publikum willkommen zu heißen. Und das bekam in den weit über zwei Stunden allerhand für Auge und Ohr geboten. Zur Begrüßung spielte die GGV-Big-Band den Faschingsschlager "Fasching um den Ring", und der Saal schunkelte mit.

Dass dieser Faschingsstrauß für alle Altersklassen etwas zu bieten hatte, bewiesen die vielen Familien, die mit Kindern von vier oder fünf Jahren, mit Eltern und Großeltern gekommen waren, um mitzufeiern. Präsident Uwe Meyer, Prinz Stephan I. Neitzel, Prinzessin Annika I. Drieling, Kinderprinz Phillip I. Thoma und Kinderprinzessin Kira I. Torunski begrüßten die Zuhörer mit närrischen Reimen zu einem Programm, das Höhepunkte aus Büttenabenden und Kinderfasching vereinte.

Von den beiden Veranstaltungen war auch das Moderatoren-Duo übernommen worden. Als junge Moderatorin überzeugte die zehn Jahre alte Allegra Hasselberg. Markus Weise stand ihr zunächst als "Assistent" zur Seite. In der zweiten Hälfte, die der Delmestädter allein übernahm, zeigte Weise noch einmal die ganze Bandbreite seines Show-Talents.

Die Rote Garde, bekannt vom Kinderfasching, beeindruckte durch die gute Synchronisation der Tänzerinnen. Anschließend heizten fünf Mädchen der Tanzschule Beuss den Saal mit einer zackigen Choreographie zu Hip-Hop-Klängen auf. Sina Ennenbach, neues Mitglied der GGV-Big Band, sang ein Medley aus bekannten Schlagern. Die Trampolingruppe des TSV Ganderkesee entfachte unter "Zauberin" Brigitte Maas einen wahren Hexenkessel und bot eine beeindruckende akrobatische Schau. Anschließend konnten die "Bobbies" in Indianer-Kostümen ihre Talente als junge Tänzer unter Beweis stellen. Bei den Weiß-Blauen Funken klatschte der ganze Saal mit, als sie zum Abba-Hit "Mamma Mia" die Beine schwangen.

Der Spielmannszug bot mit den feschen Uniformen etwas für’s Auge und mit seiner beschwingten Musik etwas für’s Ohr. Akrobatisch besonders gewagt waren die großartigen Nummern der Grünen Prinzengarde. Eine "Lachnummer" im besten - närrischen - Sinn des Wortes war die folgende Männliche Prinzengarde mit ihrer Pantomime.Die Ex-Prinzenpaare sangen gemeinsam auf der Bühne "Es ist so schön, ein Narr zu sein". Als "Landarzt" unterhielt Werner Nolte das Publikum mit allerlei Zoten. Die "Ladykracher" entfesselten als Piratinnen einen wilden Degen-Tanz, die Rot-Blaue Prinzengarde setzte einen weiteren Farbtupfer, und "Bauer" Bernhard Jürgens erzählte Döntjes auf Platt. Das Finale bestritt die Gruppe "Seitensprung" mit Après-Ski-Hits.