Närrischer Nachwuchs pflanzt eine „Lindenallee“
Geschrieben von Karsten Kolloge (Nordwest Zeitung)   
Freitag, 13. November 2009

Bauhof hilft – Bürgermeisterin und Familie Paukstat spendieren Stein

BildKinderprinzenpaar Cora I. (Kwasny) und Pascal I. (Paukstat) war’s anzumerken: Sie seien „schon ein bisschen traurig", dass ihre Regentschaft am Mittwochabend endete. „Aber wir haben eine schöne Erinnerung", meinte Pascal. Und schließlich sei ja für sie mit ihrem Amt nicht gleich der Fasching beendet.

In ihrer Abschiedsrede schlug Cora vor, die Amtszeit zu verlängern. „Vier Jahre", das fände sie in Ordnung. Die Schülerin gab den Faschings-Verantwortlichen schon mal mit auf den Weg, dass sie in ein paar Jahren gern Ehrendame würde. Pascal hat einen anderen Wunsch. Ob er vielleicht Prinz werden wolle? „Ja", kam pfeilschnell die Antwort.

Am letzten Tag ihrer Regentschaft hatten Cora und Pascal ein etwas anderes Programm als all ihre Vorgänger. Der Grund: Die Gemeinde hatte eine Idee von Pascals Eltern Anke und Klaus Paukstat aufgegriffen und an der Ostseite der Adelheider Straße (nahe des Ortsausgangs) einen gemeindeeigenen Streifen für eine „Lindenallee" zur Verfügung gestellt. Ähnlich wie es beim (Erwachsenen-)Prinzenpaar bereits üblich ist, soll hier künftig jedes Kinderprinzenpaar eine Linde pflanzen. Die Pflanzlöcher wurden so angelegt, dass auch die Paare der vergangenen fünf Jahre berücksichtigt werden.

Für das Areal spendierte das Ehepaar Paukstat gemeinsam mit Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas einen Feldstein, dessen Beschriftung die Baumreihe dem Ganderkeseer Kinderfasching zuordnet.

Mit Hilfe des Bauhofes setzten Pascal und Cora am Mittwochnachmittag den ersten Baum. Damit sei „eine neue Tradition" begründet worden, freute sich Alexander Meyer, Chef des Ganderkeseer Kinderfaschings.

Eine „alte Tradition" stand wenig später auf dem Programm: In einem Raum des Gasthauses Stolle brachte das Kinderprinzenpaar, unterstützt von „Galeriemeister" Adolf Maß, ein eigenes Konterfei in der Bildergalerie des Kinderfaschings an. Seit 1953 werde diese Tradition gepflegt, wusste Alexander Meyer.