Grashopper zeigen dicke Backen
Geschrieben von Karsten Kolloge (Nordwest-Zeitung)   
Montag, 8. Dezember 2008

Kinderprinzen wippen zum rockigen Rhythmus – Party als Programm.
Bei den "Grashoppers" griff Faschings-Kinderprinz Pascal zu den Schlagzeug-Sticks. Die Band nimmt beim Fasching zweimal das Heft in die Hand.

Eigentlich sind Grashüpfer ja vorzugsweise im Sommer auf Wiesen und Grünlandbrachen anzutreffen. Manchmal auch auf selten gemähten Verkehrsinseln. Doch eine Unterart der „Gomphocerinae" ist extrem winteraktiv, hüpft gern über Bühnen und bringt auch ihre Zuhörer in Bewegung: Von den Ganderkeseer „Grashoppers" ist die Rede, die seit Jahren beim Fasching für Partystimmung stehen. Bei den jüngsten Proben im Haus Adelheide (Ute und Hartmuth Siemers) wippte „majestätischer Besuch" mit – das Kinderprinzenpaar Cora I. (Kwasny) und Pascal I. (Paukstat).

Zweimal wollen die Grashoppers beim Fasching 2009 den Boden zum Vibrieren und die Narren aus dem Häuschen bringen: beim Großen Frühschoppen (Sonntag, 22. Februar, 10.30 Uhr, Festzelt an der Raiffeisenstraße) und beim Kindertanz (am selben Tag und Ort, 15 Uhr).

Aus dem früheren Sextett ist mittlerweile ein Septett geworden. „Wir haben die Dicke-Backen-Fraktion verstärkt", erklärte Ralf („Ralle") Wirtelewski, den Schalk im Nacken. Will heißen: Christian Meyer (Trompete und Gesang) ist seit Anfang 2008 der „Grashopper Nummer sieben".

Kinderprinz Pascal übernahm bei dem Besuch „testweise" den Platz von Detlef Engler am Schlagzeug: „Papa hat mir den Grundrhythmus gezeigt." Cora griff zum Mikro – aber eigentlich träume sie ja davon, Geige zu spielen.

Dass die Band noch nicht so viel verriet vom Programm für den 22. Februar, hatte weniger mit Geheimniskrämerei zu tun. Vielmehr wird bei den Grashoppers improvisiert. Rockiges und Stimmungslieder werde man „natürlich" spielen, meinte Saxophonist Fred Paukstat. Aber dosiert, eher etwas zum Schunkeln. Denn die Faschings-Freunde hätten beim Frühschoppen schließlich noch den Vortag in den Knochen. Da könne man nicht erwarten, „dass sie sich noch großartig bewegen."

Das ist beim Kindertanz natürlich anders. Dann seien übrigens nur selten Kinderlieder gefragt, so Paukstat. „Biene Maja" sei out, eher würden „Ein Stern" oder „Viva Colonia" gewünscht. Manchmal kämen auch etwas abstruse Anregungen. Doch der Saxophonist grinste verschmitzt: „Wir sind auch gut im Ausreden."