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Big Band der GGV begleitet Gruppen und Interpreten seit 1971 Werner Lüdeke und Gerold Haverkamp sind schon 50 Jahre dabei. Marco Nienaber ist für die Arragements zuständig.
Mit dem Posaunisten könnte es knapp werden: Der musste die Probe am Montag abblasen – schwer erkältet. „Aber das geht noch", glaubt Werner Lüdeke, „wenn Sonntag die Krankheit auf dem Höhepunkt war, ist er Mittwoch wieder hergestellt." Wer wie Lüdeke seit mehr als 50 Jahren beim Fasching die Musik macht, weiß nicht nur den Taktstock zu führen, sondern schüttelt auch medizinische Diagnosen locker aus der Hand.
Erfahrung eben! Werner Lüdeke ist schon so lange dabei – er kann sich gar nicht mehr genau erinnern, in welchem Jahr er erstmals beim Büttenabend am Pult stand. „Mitte der Fünfziger muss das gewesen sein . . ." Angefangen hat er mit einer Sechs-Mann-Kapelle, seit 1971, als die Büttenabende von Immer an den Steinacker umzogen, gibt es die „Big-Band der GGV", wie sie offiziell heißt.
Und die spielt immer live und alles selbst – das ganze Programm durch! Darauf legen die Musiker und ihr Leiter großen Wert: „Bei uns kommt nichts vom Band", betont Lüdeke. Selbst die Rock’n Roller vom TV Deichhorst, die anfangs noch mit eigenen Cassetten kamen, haben sich damit arrangiert.
Apropos arrangiert: Dafür ist Marco Nienaber verantwortlich. Er schreibt alle musikalischen Sätze für die Kollegen, er passt die Stücke, die ihm die Gruppen liefern, dem Big-Band-Sound an. Damit beginnt Nienaber meistens schon, kaum dass der letzte Büttenabend gelaufen ist – denn nach dem Fasching ist vor dem Fasching!
„Ab August geht’s dann in die Vollen", sagt der 34-Jährige. Er leitet zugleich die Partyband „Seven", die den Kern der Kapelle bildet und sich beim Faschung mit Bläser-Verstärkung zur Big Band mausert. Wenn das Bühnenprogramm vorbei ist, findet die „Rückverwandlung" statt: Dann bleiben die „Seven"-Musiker auf dem Podium und spielen zum Tanz. In diesem Jahr haben sie sich stimmlich noch verstärkt: Zum ersten Mal ist Sängerin Sina Ennenbach als Frontfrau mit von der Partie. Die Big Band indes kommt meistens ohne Gesang aus. Werner Lüdekes bunt gemischte Gruppe verschafft dem Fasching den rechten Klang und sorgt für den Tusch zur rechten Zeit. Pannen habe es eigentlich nie gegeben, sagt Lüdeke. Genauso lange dabei wie er, seit mehr als 50 Jahren, ist übrigens Trompeter Gerold Haverkamp
Marco Nienaber macht seit 15 Jahren beim Fasching mit. Den Einstieg schaffte er mit der legendären „Chaos Combo", ehe er zur Big Band stieß und dort mehr und mehr auch die Verantwortung für die Arrangements von Lüdeke übernahm. Und nicht nur seine musikalische Heimat hat er im Fasching gefunden – inzwischen wohnt der frühere Klosterseelter auch in Ganderkesee. |