| Fasching in aller Form beerdigt |
| Geschrieben von Christian Bartsch (Nordwest Zeitung) | |
| Donnerstag, 7. Februar 2008 | |
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Prinzenpaare geben Schlüssel zurück – Zeremonie am Abend Die Bürgermeisterin lobte Majestäten, GGV und Bürger für eine "Tolle Session". Sie muss nun erst einmal Steuern senken. Die „Schlüsselfrage“ des Aschermittwochs war im Rathaus schnell beantwortet: Wo denn nun die am Sonnabend an die Prinzenpaare übergebenen Schlüssel seien, wollte Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas vor dem traditionellen Heringsessen wissen – und die Majestäten hatten sie mit einem Griff zur Hand. Mit der Rückgabe allerdings ließen sich Annika I. (sie hatte den Schlüssel ganz gegen das Hofprotokoll vor dem Umzug von Frau zu Frau entgegennehmen dürfen) und Kinderprinz Phillip I. weitaus mehr Zeit. „Sollen wir, Phillip?“, fragte die Prinzessin – und im Gesicht des jungen Narren machte sich Zweifel breit. Sollte diese, seine Session wirklich schon zu Ende sein? „Na gut“, brachte er nach längerem Zögern hervor – und der Handel war beschlossen. Zuvor hatte Gerken-Klaas in ihrer Ansprache nur lobende Worte für Majestäten, die GGV und alle Ganderkeseer Narren gefunden: „Alle können stolz auf das sein, was sie wieder auf die Beine gestellt haben.“ Anders als im Vorjahr hatte sie auch an der Amtsführung seit Sonnabend nichts zu mäkeln: „Dieses Mal waren die Aktenberge abgearbeitet, die Keller aufgeräumt und zehn zusätzliche Einnahmequellen – darunter die Hamstersteuer und die Steuer für Narretei und Frohsinn – erschlossen“, ging Gerken-Klaas scherzhaft auf entsprechende Äußerungen des Prinzenpaares ein. Allerdings: „Ich glaube aber, diese Steuern setze ich morgen lieber schon wieder außer Kraft.“ Nach dem Heringsessen wurde der Fasching 2008 an der Dummbäke dann feierlich zu Grabe getragen: Prinz Stehpan I. erschien – dem traurigen Anlass entsprechend – in seinem schwarzen (Gilde-)Frack und mit Zylinder. Gemeinsam mit Prinzessin Annika I. muss er nun warten – um dann frisch erholt am 11. 11. zu seinen letzten Amtshandlungen zu schreiten, wenn der Ganderkeseer Fasching wieder aufersteht. |