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„Entweder man feiert mit oder man flüchtet“ |
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Geschrieben von Nordwest Zeitung
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Donnerstag, 3. Januar 2008 |
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Zum Fasching gibt es für Thurid Jüchter nur zwei Einstellungen: „Entweder man feiert ordentlich mit oder man flüchtet – vor allem dann, wenn man direkt an der Umzugsstrecke wohnt."
Schon als Kind entschied sich die Ganderkeseerin für erstere Möglichkeit und wurde, sowie sie das Mindestalter erreicht hatte, Mitglied der Roten Kindergarde.
Auch „familiäre Vorbelastung" trug dazu bei, dass der Fasching für Thurid Jüchter zur fünften Jahreszeit wurde: Vater Udo spielte lange in der GGV-Bigband und Großvater Helmut führte das Narrenvolk als Prinz an. Thurid Jüchter selbst war 1998 Kinderprinzessin, tanzte nach der Kindergarde bei den Blau-Weißen Funken und wäre in der aktuellen Session zum fünften Mal als Funkenmariechen der Rot-Blauen Garde angetreten – hätte sie nicht das Greifkommando als Ehrendame verpflichtet.
Der Abend, an dem sie von ihrer Wahl erfuhr, habe sie sehr an den ersten Besuch des Greifkommandos zehn Jahre zuvor erinnert, erzählt die 20-Jährige: „Ich war auch dieses Mal schon im Schlafanzug, als die Herren vor der Tür standen." Lange nachdenken musste Thurid Jüchter, die gerade ihr Abitur absolviert und danach eine Ausbildung zur Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen begonnen hatte, dennoch nicht. „Ab Januar habe ich einen Schulblock, so dass ich nicht ganz so sehr eingebunden bin", erklärt sie.
So sehr sich Thurid Jüchter auf ihre Auftritte als Ehrendame freut, so sehr bedauert sie es auch, nicht tanzen zu können. „Es fiel mir schon schwer, beim Besuch der Garde nur zuzugucken", gibt sie zu. Einen Vorteil sieht sie in ihrer diesjährigen Funktion jedoch auch: „Ich bin vor den Büttenabenden bei Weitem nicht so nervös wie sonst!"
Nach dem Fasching möchte Thurid Jüchter die Dinge wieder etwas ruhiger angehen und freut sich schon darauf, wieder mehr Zeit für ihr Hobby, das Handballspielen in der zweiten Damenmannschaft des TSV zu haben. „Zurzeit fällt für mich das eine oder andere Spiel aus", bedauert sie. |