Alles klappt wie am Schnürchen
Geschrieben von Karsten Kolloge (Nordwest Zeitung)   
Montag, 7. März 2011
GGV zieht hochzufrieden Bilanz – Neues Verkehrskonzept bewährt sich
Rund 45 000 Besucher kamen zum Faschingsumzug nach Ganderkesee. Die Verantwortlichen sind erfreut, dass es diesmal keine schlimmen Zwischenfälle gab.

BildAusgelassene Umzugsteilnehmer, begeisterte Zuschauer, hochzufriedene VeranstaltGGV-Sprecher Ralf Hüttemeyer hatte „nichts auf dem Zettel“ und Umzugsleiter Fritz-Werner Bergmann „eigentlich nichts zu berichten“. Die Pressekonferenz der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) am Sonntagmittag wäre also überflüssig gewesen, würde nicht „nichts“ in diesem Fall bedeuten: nichts Negatives! Nach Brandunfall und Einnahmeverlust im Vorjahr waren die Faschings-Verantwortlichen froh und stolz, dass der Faschings-Umzug diesmal ein völlig ungetrübtes Vergnügen blieb.

Das empfand nicht nur die GGV-Spitze so: „Wirklich jeder Gruppenleiter ist am Ende des Umzugs strahlend an uns vorbeigelaufen“, berichtete Fritz-Werner Bergmann,  „das gibt es selten. Sonst war immer jemand unzufrieden.“ Bergmann und sein Stellvertreter Torsten Schreiber werteten dies „als Bestätigung der Arbeit, die wir uns machen.“
Narren ziehen durch Ganderkesee
Video:Narren ziehen durch Ganderkesee

Hochzufrieden war die Umzugsleitung auch mit der Besucher-Resonanz: 45 000 Zuschauer „plus/minus eine Person“, so Bergmann, seien es wohl gewesen. Das schöne Wetter der vergangenen Woche habe offenbar viele Faschingsfreunde motiviert, die beim winterlichen Umzug 2010 noch zu Hause geblieben waren.

„Schon ab 11 Uhr standen die ersten Zuschauer an der Strecke“, hatte auch Michael Kleinert beobachtet. Der Fachdienstleiter Verkehr im Rathaus freute sich aber besonders, dass die Besucher auch zügig wieder nach Hause kamen: Ein erstmals angewandtes Verkehrskonzept sorgte dafür, dass noch während des Umzugs die ersten Straßen wieder für Autos freigegeben werden konnten. „Das hat sich bewährt“, bilanzierte Kleinert.

Auch das Technische Hilfswerk (THW) Hude-Bookholzberg, das 72 Helfer über die Umzugsstrecke verteilt hatte, meldete einen reibungslosen Ablauf, ebenso die Feuerwehr, die zusätzlich zu den fast 50 Ehrenamtlichen beim Umzug noch 55 Einsatzkräfte in den Feuerwehrhäusern Ganderkesee und Schierbrok in Bereitschaft hielt – für den Fall, dass es irgendwo brennt. Gebrannt hat beim Faschingsumzug 2011 aber nur die Luft.