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SuMa-Team sorgt seit 1983 für perfekte Technik bei den Ganderkeseer Büttenabenden. Die technische Entwicklung ist rasant. Ganz neu eingesetzt wird in diesem Jahr ein Simulationspogramm.
Fehlt nur noch, dass Lara Croft auf die Bühne der Ganderkeseer Festhalle stürmt und wild um sich ballert . . . Wie vor einem Computerspiel fühlt sich nämlich der Beobachter, wenn er über das Mischpult von Manfred Neugebauer schaut: In hochmoderner 3-D-Grafik wird das Innere der Steinacker-Halle auf dem Flachbildschirm simuliert, per Mausklick lässt sich der Blickwinkel variieren und die Bühne heranzoomen – nur die fünf Figuren darauf sind nicht zu bewegen. Also kommt Lara Croft doch nicht.
Das muss aber auch nicht sein, denn Neugebauer und seinen Mitarbeitern von SuMa-Prosound kommt es viel mehr auf die Licht- und Toneffekte an, die sich mit Hilfe des neuen Programms bis ins kleinste Detail darstellen lassen.
Die Kinderprinzen, die bei Neugebauers an der Weststraße an diesem Abend zu Besuch sind, dürfen mal ein bisschen testen: Prinzessin Cora bedient einen der 131 Schieberegler des Licht-Pults – schon beginnt auf dem Bildschirm vor ihr ein Spot-Light zu strahlen; Prinz Pascal drückt einen anderen Knopf und der Bühnenhintergrund hinter den fünf Dummys auf dem Schirm wechselt die Farbe...
Das brandneue Simulationsprogramm ist der ganze Stolz der Firma, das ebenfalls hochmoderne Licht-Mischpult hat SuMa im vergangenen Jahr erstmals bei den Büttenabenden eingesetzt. „Wir haben fast jedes Jahr etwas Neues dabei", erklärt Neugebauer. Rasant hat sich die Bühnentechnik in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten weiterentwickelt.
Als SuMa 1983 anfing, beim Fasching für Licht und Ton zu sorgen, stand praktisch nur die Lichtanlage des Gymnasiums zur Verfügung – ein paar Spots an der Stange, die noch, so Neugebauer, „mit dem Waschlappen gekühlt wurden." Heute steuert das Team 98 Lichtkanäle, dazu sechs Multifunktions-Scheinwerfer an der Bühnendecke, außerdem den Projektor für den Bühnen-Hintergrund und mehr als ein Dutzend Lautsprecher, die so perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen, dass der Ton die Zuschauer in der letzten Reihe zum gleichen Zeitpunkt erreicht wie jene ganz vorne an der Bühne. Zudem muss der Sound permanent dem Lärmpegel in der Halle am Steinacker angepasst werden.
Dies alles punktgenau zu regeln und aufeinander abzustimmen, erfordert von Susanne und Manfred Neugebauer sowie Jens Goette, Christian Harfst, Kai Tesch und Henning Klattenhoff – die alle beim Büttenabend ehrenamtlich mitarbeiten – vier bis fünf Stunden vollste Konzentration. Vieles wird vorher programmiert: „Ab dem 11.11. geht die Arbeit so richtig los", sagt Manfred Neugebauer. Und seit Ende Januar geben sich die Aktiven bei SuMa an der Weststraße praktisch die Klinke in die Hand, um ihre Vorträge und Darbietungen mit der Licht- und Tontechnik zu koordinieren. Eine Menge Improvisation gehört aber auch noch dazu. „Wir streuen immer wieder spontan etwas ein", betont Henning Klattenhoff. Schließlich wollen die SuMa-Leute bei den Büttenabenden auch zeigen, was sie können. |