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Ab 14 Uhr sind die Narren los |
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Geschrieben von Karsten Kolloge (Nordwest Zeitung)
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Mittwoch, 17. Februar 2010 |
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Bürgermeisterin eröffnet Spektakel – Hexenbrut sitzt im Harz fest Um 14:00 Uhr setzt sich der bunte Lindwurm zum "Fasching um den Ring" in Bewegung. Nur eine der 115 Gruppenn hat abgesagt.
Wenn das man gut geht! Ackergäule, Uhus und Chamäleons werden an diesem Sonnabend in Ganderkesee losgelassen, Panzerknacker haben Freigang, Meisterjäger wollen ihrem Hobby nachgehen. Eine brisante Mischung – genau richtig für den 59. „Fasching um den Ring". Um 14 Uhr wird Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas vor der Cyprian- und Corneliuskirche das bunte Spektakel eröffnen. Danach haben die Narren das Sagen.
3600 Aktive wollen in 114 Gruppen um den Ring schwofen, schlendern oder rollen. Nur eine einzige Gruppe habe angesichts der winterlichen Verkehrsverhältnisse abgesagt, weiß Umzugsleiter Klaus Meyer. Das sei die „Wolfshäger Hexenbrut" aus dem Harz. Meyer: „Die kommen da nicht weg."
„Gewaltig" findet GGV-Pressesprecher Ralf Hüttemeyer, was Faschingsvereinigung und Gemeinde unternommen haben, um den Umzug nicht abblasen zu müssen. Die 3,7 Kilometer lange Strecke war in einem mehrtägigen Kraftakt von einer teils zehn Zentimeter dicken Eisschicht befreit worden, Schneehaufen wurden entfernt. An diesem Sonnabend werde erneut gestreut. Eine dicke Schicht aus Schreddergut soll auch den Festplatz gut passierbar machen, wo sich ein Budendorf und Fahrgeschäfte befinden.
Der Eintrittspreis zum Umzug liegt (wie in den Vorjahren) bei 3 Euro. Das Tanzband, das abends den freien Eintritt in die Zelte beinhaltet, kostet 10 Euro.
Schon die Namen vieler Gruppen machen neugierig. Aus „Bookwoodmountain" haben sich „Die gerechten Rächer" angesagt, in ähnlicher Mission kommen aus Delmenhorst „Rache-Engel". 17 Gruppen sind zum ersten Mal mit von der Partie. 18 Kapellen mit fast 500 Musikern geben den Rhythmus vor.
Zu den „Stammgästen" zählen „Die Adelheider", die ihre 20. Teilnahme zum Festwagenthema gemacht haben. Der Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege schickt die größte Abordnung – 131 Elfen und Kobolde.
Klaus Meyer rechnet trotz der anhaltend frostigen Witterung mit etwa 30 000 Gästen. Apropos Wetter: Da ist Ralf Hüttemeyer nach intensivem Prognose-Studium optimistisch: „Minus zwei Grad, leichter Schneefall." Das sei sehr passabel: „Für die zwei Stunden wird der Schneefall abgestellt – danach ist es egal." |