Schon Ideen fürs nächste Jahr
Geschrieben von Wolfgang Loest (Nordwest Zeitung)   
Dienstag, 9. Februar 2010

Zum 60. Geburtstag dürfen die Besucher mit Überraschungen rechnen
Interview mit Dirk Wieting. Dieser hat beim Büttenabend-Regieteam die Fäden in der Hand.

BildFrage: Herr Wieting, die Büttenabende sind vorbei. Wie sieht die Bilanz desjenigen aus, der das Programm überwiegend hinter der Bühne verfolgt hat?

Wieting: Nicht nur ich, sondern das ganze Regieteam ist sehr zufrieden. Unsere Erwartungen wurden übertroffen.

Frage: Betrifft das den Ablauf der Veranstaltungen oder die Qualität des Programms.

Wieting: Sowohl als auch. Wir hatten Jahre, da gab es im Programm ganz besondere Highlights, aber daneben auch einige Schattenseiten. Diesmal war es sehr ausgeglichen – noch dazu auf einem hohen Niveau.

Frage: Wie sieht es denn mit neuen Gesichtern auf der Faschingsbühne aus?

Wieting: Wir haben ja in diesem Jahr die „Alma aus Elmeloh" erstmals im Programm gehabt. Die Nummer ist spitzenmäßig angekommen. So eine Aktive müssen wir uns warm halten. Das Regieteam möchte durchaus häufiger neuen Mitwirkenden eine Chance geben, aber es muss auch passen. Wir hatten Angebote von Tanzgruppen, die aber nur zu Musik aus der Konserve auftreten wollten. Das kommt bei uns nicht in Frage. Bei uns bekommt niemand Privilegien.

Frage: Was macht nach Ihrer Einschätzung die Büttenabende immer wieder so faszinierend?

Wieting: Das liegt zu einem guten Teil sicher daran, dass bei uns alles live ist. Ganderkesee hat ein besonderes Flair. Ein Vier-Stunden-Programm aus den eigenen Reihen auf die Bühne zu bringen, ist schon außergewöhnlich.

Frage: Haben Sie schon einmal überlegt, Mitwirkende von außerhalb zu holen?

Wieting: So lange wir dem Publikum vier Stunden lang Qualität bieten können, gönnen wir uns den Luxus, auf auswärtige Aktive zu verzichten. Im Augenblick wüsste ich auch gar nicht, wer dafür nicht mehr auftreten sollte.

Frage: Sie treten ja auch im Niederdeutschen Theater auf. Erleichtert das die Arbeit im Regieteam?

Wieting: Nein, da gibt es keine Synergien. Im Gegenteil: Weil wir an diesem Wochenende Premiere hatten, gab es zeitliche Probleme.

Frage: Gibt es schon Überlegungen für das kommende Jahr?

Wieting: Nach dem Fasching ist vor dem Fasching: Hinter der Bühne haben wir schon einige neue Ideen fürs kommende Jahr zusammengetragen. Dann wird der Ganderkeseer Fasching 60 Jahre alt. Das ist schon etwas Besonderes. Ich denke, wir werden dann den einen oder anderen wiedersehen, der schon seit einiger Zeit nicht mehr auf der Bühne gestanden hat.