GGV-Präsident Uwe Meyer freut sich aufs Programm
Geschrieben von Hergen Schelling (Nordwest Zeitung)   
Freitag, 29. Januar 2010

Mit dem ersten Büttenabend geht der Ganderkeseer Fasching in die „heiße Phase". Dazu ein Gespräch mit Uwe Meyer, Präsident der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV).

Frage: Ihre wievielte Session als GGV-Präsident ist das jetzt?

Meyer: Ich bin im Mai vor 15 Jahren gewählt worden, das heißt, für mich ist es die 14. Session.

Frage: Und: Spürt man da jedesmal wieder ein Kribbeln, wenn’s los geht, oder ist das alles inzwischen Routine?

Meyer: Aber hallo! Es kribbelt jedes Mal, am schlimmsten beim ersten Büttenabend. Dann bin ich schon eineinhalb Stunden früher da, gehe durch die Reihen und rede mit den Leuten, um mich abzulenken. Erst wenn ich meine Rede gehalten habe, lässt die Anspannung nach. Und dann ist es nur noch schön, wenn man von der Empore herab auf die fröhlichen Menschenmassen blickt.

Frage: Sie haben die Generalprobe miterlebt – was sagen Sie zum Programm?

Meyer:
Es ist ein tolles Programm. Ich bin ganz begeistert von den Garden und Tanzgruppen.

Frage: Die zeigen wieder viel Haut. In Nordrhein-Westfalen wurde einem Karnevals-Verein mit Verbandsausschluss gedroht, weil eine Tänzerin nackt über die Bühne gewirbelt ist . . .

Meyer: So weit sind wir in Ganderkesee ja noch nicht. Aber ein bisschen Sex-Appeal gehört zum Büttenabend und zum Fasching dazu. Sonst müssten sie in Rio ja jedes Jahr den Karneval absagen.

Frage: Apropos absagen: Gab es mal einen Moment, wo die GGV wegen des Erdbebens in Haiti über eine Absage nachgedacht hat?

Meyer: Nein, das war kein Thema. Die GGV ist in diesem Punkt sicher auch ein gebranntes Kind wegen der Absage im Golfkrieg 1991. Was auf Haiti geschieht, ist sehr traurig. Aber ich denke, wir gehen richtig damit um, indem wir durch den Kartenverkauf Spenden für die Menschen in Haiti erwirtschaftet haben.

Frage:
Hat das den Kartenvorverkauf beflügelt?

Meyer: Der lief auch so schon sehr gut. Für den ersten Büttenabend waren bis Donnerstag 706 Karten verkauft, das ist eine ordentliche Zahl. Und die Erfahrung zeigt, dass der Verkauf noch einmal anzieht, wenn wir nach der Premiere am Sonnabend eine gute Presse haben.